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Resümee des Programms „Erinnerung an die Blockade“

Resümee des Programms „Erinnerung an die Blockade“

Im heutigen Artikel berichten wir, wie unser Märzprogramm „Erinnerung an die Blockade“ verlaufen ist.

Am 13. März trafen wir uns mit den Teilnehmenden zum bereits Tradition gewordenen „Gedenkabend“: Dieses Mal standen Tagebücher und Erinnerungen im Mittelpunkt. Wir definierten, wie sich diese beiden Quellenarten voneinander unterscheiden, lasen Ausschnitte aus Tagebüchern und sprachen über die Menschen, die sie verfasst haben. Dabei gingen wir insbesondere auf Gegenstände ein, die für die Blockadezeit typisch waren, und schauten uns an, was die Leningrader in ihren Tagebüchern über sie schrieben: wie sie über Kanonenöfen und Ölfunzeln sprachen, ihre Fenster abklebten oder sich an das Metronom bzw. Lautsprecher erinnerten.

Am zweiten Tag, dem 14. März, besuchten wir das Museum für Medizin und Pharmazie, das sich im Belosselski-Beloserski-Palast befindet. Heute dient dieser Palast als Veranstaltungsort für Konzerte und scheint keine Verbindungen zum Thema Medizin zu haben. Doch dieser Eindruck täuscht: Während des Ersten Weltkriegs war hier das Anglo-Russische Lazarett untergebracht.

Im Museum ging es um die Leistungen der Mediziner während der Leningrader Blockade: Wir erfuhren, welche Krankheiten damals am gefährlichsten waren und wie die Ärzte sie in den Griff bekamen, wie Blutspenden in der Stadt sichergestellt wurden und wie die Apotheken arbeiteten.

Das Museum selbst präsentiert die Geschichte der Medizin, beginnend in der Antike. Es ist in thematische Zonen gegliedert, von denen jede einem bestimmten Thema gewidmet ist. Die Zahl der Exponate ist riesig, sodass jeder Besucher etwas Interessantes entdecken kann. Bei einem Besuch in Petersburg solltet ihr auf jeden Fall in diesem ungewöhnlichen Museum vorbeischauen.

Wir bedanken uns für die aktive Teilnahme und das Interesse an unserem Programm!